Informationen zum Audit
Das Audit familienfreundlichegemeinde ist ein kommunalpolitischer Prozess, der die Gemeinde als Evaluierungs- und Controllinginstrument bei der systematischen Überprüfung der Familien- und Kinderfreundlichkeit unterstützt.
Das bestehende Angebot wird den Zielgruppen bekannt gemacht, Über- bzw. Unterversorgungen werden geortet und die Effizienz der eingesetzten Mittel kann überprüft werden. Demographische Entwicklungen (Betreuungsangebote für Kinderbetreuung/Pflege) werden ebenso berücksichtigt wie die gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen.
Durch das Audit wird eine bedarfsgerechte, generationenübergreifende Weiterentwicklung und Nachhaltigkeit gewährleistet. Ziel dieser Entwicklungsstrategie ist die Erneuerung, Entwicklung und Erhaltung von sozial, kulturell und wirtschaftlich lebendigen Städten und Gemeinden. Die Stärkung der lokalen Identität sowie die Aktivierung des sozialen Kapitals der Bevölkerung und damit der Innovationskraft sind die Voraussetzung für die Erhaltung eines lebendigen Lebensraumes und Ziel dieses Prozesses.
Hier finden Sie viele Informationen rund ums Audit:
Was ist das Audit familienfreundlichegemeinde?
Was leistet das Audit familienfreundlichegemeinde?
Welche Vorteile hat die Gemeinde?
Wer ist teilnahmeberechtigt?
Der Weg zum Audit
Was bietet die Familie & Beruf Management GmbH den Gemeinden?
Was trägt die Gemeinde zum Auditprozess bei?
Good Practices umgesetzter Maßnahmen
Was ist das Audit familienfreundlichegemeinde?
Das Audit familienfreundlichegemeinde ist ein kommunalpolitischer Prozess, der Städten und Gemeinden die Möglichkeit bietet, ihre Familien- und Kinderfreundlichkeit unter Einbindung aller Generationen bedarfsgerecht, systematisch und nachhaltig weiter zu entwickeln.
Was leistet das Audit familienfreundlichegemeinde?
- Dieses Instrument unterstützt die Gemeinden, ihre Familienfreundlichkeit systematisch zu überprüfen und weiterzuentwickeln.
- Es fördert die Identifikation der Bürger/innen mit ihrer Gemeinde als Lebensraum aller Generationen
- Das Audit als Regionalentwicklungskonzept: Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) können mehrere Gemeinden den Auditprozess durchführen und somit zur Weiterentwicklung einer ganzen Region beitragen (z.B. in NÖ die Region Triestingtal 13 Gemeinden nehmen gemeinsam am Audit familienfreundlichegemeinde teil)
- Die Gemeinden werden für die nachhaltige Sicherung der Familienfreundlichkeit von der Republik Österreich (HBM/FSTS des BMWFJ), mit dem staatlichen Gütezeichen familienfreundlichegemeinde ausgezeichnet.
Welche Vorteile hat die Gemeinde?
- Eine umfassende, objektive Bestandsaufnahme in der eigenen Gemeinde, was alles für Familien getan wird (Feststellung des IST- Zustandes).
- Auf Basis der Ausgangssituation werden Maßnahmen unter Einbindung aller Generationen gezielt weiter entwickelt.
- Die Gemeindepolitik kann damit den Bürgerinnen und Bürgern insgesamt mehr Lebensqualität bieten und die Zufriedenheit in und mit der Gemeinde erhöhen.
- Durch die Familienfreundlichkeit vor Ort wird die Standortattraktivität der Gemeinde für die Wirtschaft positiv unterstützt (Ansiedelung statt Abwanderung).
- Synergien mit dem Audit berufundfamilie können genutzt werden (Wirtschaftsstammtische, gemeinsame Kinderbetreuungsprojekte können durchgeführt werden).
Wer ist teilnahmeberechtigt?
Teilnahmeberechtigt sind alle österreichischen Gemeinden, Marktgemeinden, Stadtgemeinden und Städte mit eigenem Statut sowie seit 2006 auch Gemeinden im Sinne einer interkommunalen Zusammenarbeit IKZ.
Der Weg zum Audit:
- Interessensbekundung bei der Familie & Beruf Management GmbH oder den jeweiligen Landesfamilienreferaten.
- Besuch des kostenlosen Auditseminars
Hier gehts zu unserem Kalender - Gemeinderatsbeschluss der Gemeinde bezüglich Durchführung des Auditprozesses
- Öffentlichkeitsarbeit (Bewerbung und Information der Bürger/innen über die Teilnahme am Audit)
- Feststellung des Ist- Zustandes
- Feststellung des Soll-Zustandes
- Gemeinderatsbeschluss über die Maßnahmen, die im Auditprozess umgesetzt werden sollen
- Begutachtung
- Verleihung des 1.Gütezeichens (Grundzertifikat) nach ca. 6-9 Monaten ab Prozessbeginn durch den Bundesminister/die Staatssekretärin des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend
- Nach 3 Jahren (alle Maßnahmen wurden umgesetzt , 2. Begutachtung) Verleihung des Zertifikats durch den Bundesminister/die Staatssekretärin des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend
Was bietet die Familie & Beruf Management GmbH den Gemeinden?
- Kostenlose Informationsveranstaltung (Auditseminar) für die Gemeinden: Ablauf und Nutzen des Audits werden dargestellt; Workshops zum Thema abgehalten; die Ergebnisse ausgewertet und der Gemeinde zur Verfügung gestellt
- Alle Arbeitsunterlagen werden kostenlos zur Verfügung gestellt
- Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit
- 50% der Kosten für den Gutachter (max. EUR 816,-) werden von der Familie & Beruf Managment GmbH getragen
- Kostenlose Veröffentlichung auf der Website
- Grundzertifikats- bzw. Zertifikatsverleihung mit feierlicher Überreichung
- Bereitstellung von Good-Practice Beispielen
Was trägt die Gemeinde zum Auditprozess bei?
- Unterstützung der Umsetzungsprojekte, die von der Projektgruppe erarbeitet wurden und die der Gemeinderat beschlossen hat
- Evt. Unkostenbeitrag für ehrenamtliche Mitarbeiter/innen
- Infrastruktur (evt. Saalmiete, Verköstigung der Projektgruppe)
- 50% der Gutachter/innenkosten
Maßnahmenbeispiele, die die Gemeinden im Rahmen des Auditprozesses beschlossen haben:
- Babysitterbörse
- Essen auf Rädern für Jungfamilien
- zentrale Anlaufstelle für Familien
- mobile Betreuung für ältere Mitbürger/innen
- organisierte Einkaufsfahrten in den Supermarkt für Gemeindebürger/innen ohne eigenes Auto
- Gemeindübergreifende Krabbelstuben
- IT- Heimarbeit (Telearbeit)
- Aufbau einer Informations- und Beratungsstelle für Unternehmen, um Familie und Beruf besser vereinbaren zu können
- das Audit berufundfamilie soll den Betrieben in der Gemeinde vorgeschlagen werden
- Oma/Opa-Dienst
- Gemeindübergreifendes Eltern-/Kindzentrum, Sprachbetreuung im Kindergarten
- Lernferien, Jugendparlament, Jugendtaxi (km-Beschränkung, mind. 3 Jugendliche gemeinsam)
- Bewerbungscoaching für Jugendliche, Ausbildungsplätze im Ort
- Günstige Startwohnungen für Jungfamilien
- Jugendliche erklären Senioren das Internet
- Projekte „Jugendkulturarbeit“ (Unterstützungsleistungen zur Persönlichkeitsbildung)
- Bauliche Maßnahmen (mehr Barrierefreiheit, Errichtung von Beachvolleyplätzen etc.)
- auf die Bedürfnisse von Familien abgestimmtes öffentliches Nahverkehrssystem
- Haus der Generationen, Senioren Wohngemeinschaften, betreutes Reisen für Senioren
- Generationentheater

