Pressegespräch und Studie: Familienfreundlichkeit als zentraler Standortvorteil für Österreichs Gemeinden

Mittwoch, 30. August 2017 - 14:00

„Lange Zeit wurde Familienfreundlichkeit als ‚Soft Faktor‘ angesehen, als Frage von sozialem Engagement. Diese Denkweise ist zum Glück überholt. Denn heute wissen wir, dass Familienfreundlichkeit zentral für den Wirtschafts-, Lebens- und Zukunftsstandort Österreich ist. In den vergangenen vier Jahren hat sich bereits viel getan: Österreich ist in Sachen Familienfreundlichkeit vom drittvorletzten Platz auf den zweiten Platz in Europa vorgerückt. Diese positive Entwicklung ist auch den Gemeinden zu verdanken, die durch familienfreundliche Maßnahmen und Projekte ein lebenswertes Umfeld für Generationen schaffen“, betont Familienministerin Dr. Sophie Karmasin gestern, Mittwoch,  im Pressegespräch im Rahmen des Europäischen Forum Alpbachs. Eine neue Studie im Auftrag der Familie & Beruf Management GmbH belegt die positiven Effekte von familienfreundlichen Maßnahmen für Österreichs Gemeinden. „Wir haben zertifizierte familienfreundliche Gemeinden mit nicht-zertifizierten Gemeinden verglichen. Jene Gemeinden, die sich im Audit familienfreundlichegemeinde befinden und als solche zertifiziert wurden schnitten wirtschaftlich besser ab, als jene, die das Gütezeichen familienfreundlichegemeinde noch nicht tragen. Familienfreundlichkeit lohnt sich lohnt sich also“, betont die Geschäftsführerin der Familie & Beruf Management GmbH, Mag. Elisabeth Wenzl.

Studie: Familienfreundlichkeit als zentraler Standortvorteil

Als Basis für die Studie dienten Informationen aus dem Audit familienfreundlichegemeinde, dessen zehnjähriges Jubiläum Anlass dafür gegeben hatte. „Wir haben zertifizierte Gemeinden nicht zertifizierten Gemeinden gegenübergestellt und uns dabei auf folgende drei Bereiche konzentriert: Bildung, Bevölkerungsstruktur und Wirtschaft. Durch die Bank zeigt sich, dass zertifizierte Gemeinden besser abschneiden als jene, die sich nicht im Auditprozess befinden. Es gibt also eindeutige positive Zertifizierungseffekte für die Gemeinden“, so Dr. Michaela Gstrein, Studienleiterin und aktuell Researcherin bei WPZ Research. Wie sich ein Mehr an Familienfreundlichkeit in der Praxis auswirkt, erläuterte Werner Entner, Bürgermeister der zertifizierten Gemeinde Münster in Tirol: „Mit der Teilnahme am Audit familienfreundlichegemeinde haben wir einen entscheidenden Schritt für den Standort und für unsere Bürgerinnen und Bürger gesetzt. Unsere beschlossenen familienfreundlichen Maßnahmen reichen vom Generationenspielplatz über einen Waldkindergarten bis hin zu Eltern-Baby-Gruppen und vieles mehr. Für jede Generation ist etwas dabei, die Unterstützung und Freude bei den Bürgerinnen und Bürgern ist sehr hoch und auch unsere Geburtenrate konnten wir steigern“.

Alle Informationen zum Audit familienfreundlichegemeinde finden Sie hier